Datum: Montag, 20. November 2017

Auswirkungen der Französchen Revolution

Infolge der Französischen Revolution und Besetzung des Trierer Landes durch die Franzosen von 1794 bis 1814, vollzog sich eine grundlegende Änderung des kirchlichen und weltlichen Lebens. Mit Beendigung des Kurfürstentums Trier erfolgte nun die Auflösung vieler kirchlicher Einrichtungen und Klöster. Viele Besitzungen wurden nun öffentlich versteigert und kamen so in private Hände. Insbesondere in Kasel, mit überwiegend klösterlichem Besitz, gelangten nun Weinberge und Ländereien an fremde Gutsbesitzer. In Waldrach sind nur die Besitzungen des Kurfürsten, des St.Lamberti-Seminars und des Paulin-Stiftes versteigert worden, während die Besitzungen des Pfarrgutes erhalten blieben.

Eine Neuordnung des kirchlichen und staatlichen Gemeinwesens nach 1814, setzte nur zögernd ein und brachte leider immer noch keine wesentliche Besserung des Lebensstandards der Bevölkerung. Die Folge war, dass nach und nach viele Bewohner, insbesondere in den Jahren von 1860 bis 1880, nach Amerika/USA auswanderten, weil sie dort bessere Lebensmöglichkeiten erhofften (in Waldrach und Kasel rund 100 Personen). Ein wirtschaftlicher Aufschwung setzte erst nach 1880 mit dem Bau der Eisenbahnen und Straßen ein, als Voraussetzung für die nun beginnende Industrialisierung.

Doch die schlimmsten Rückschläge und menschlichen Schicksale standen mit den beiden Weltkriegen 1914/1918 und 1939/1945, die grundlegende Änderungen in allen Lebensbereichen zur Folge hatten, noch bevor.