Datum: Mittwoch, 22. November 2017

Am Sonntag, dem 15.03.2015 jährte sich zum 70.Mal ein trauriges Ereignis der Thommer Geschichte.

Die älteren Thommer Bürgerinnen und Bürger erinnern sich noch gut an jene furchtbaren Tage im März 1945, als der Zweite Weltkrieg auch unser Dorf erreichte. Viele von uns aber wissen es nur noch aus den Erzählungen von ihren Eltern oder Großeltern.

Am 15.März 1945 wurde unser Dorf von amerikanischen Flugzeugen mit Phosphorbordwaffen beschossen. Anschließend folgte ein mehrstündiges Trommelfeuer auf den Ort, bei dem 25 Häuser vollständig bis auf die Umfassungsmauern ausbrannten. 44 weiteren Häusern blieb höchstens noch ein bewohnbarer Raum.

Als am 17.März 1945 die Amerikaner ins Dorf einmarschierten, war Thomm zu ca. 80 % zerstört. Acht Dorfbewohner hatten bei den Kriegshandlungen ihr Leben verloren.

Um diesem Ereignis und ihrer Opfer, sowie allen Opfern von Krieg und Gewalt zu gedenken, sowie der Tatsache, dass wir seitdem, mittlerweile 70 Jahre in Frieden leben können,
wurden am Sonntag, dem 15.März um 18:00 Uhr - eine viertel Stunde lang - unsere vier Glocken geläutet.