Datum: Montag, 20. November 2017


Seit 1969 werden im Bistum Trier Pfarrgemeinderäte (PGR) gewählt. Seitdem bringen sich Frauen, Männer und junge Menschen mit ihren Erfahrungen und Kompetenzen, mit ihrer Kraft und ihrer Zeit ein und fühlen sich verantwortlich, das kirchliche Leben mitzugestalten.

Die PGR-Mitglieder koordinieren das Laienpastoral und wecken das Bewusstsein für die Mitverantwortung aller in unserer Gemeinde für die missionarischen, katechetischen, liturgischen und sozialcaritativen Dienste. Sie nehmen Wünsche und Anregungen der Gemeinde, ja jedes Gemeindemitglieds entgegen. Sie sind offen für Sorgen und Nöte der Glaubensgemeinschaft, auch für Veränderungen, nicht nur in eigenen Gemeinde, sondern über das Gebiet der einzelnen Pfarrei hinaus. Sie koordinieren als PGR das Laienpastoral und wecken das Bewusstsein für die Glaubensgemeinschaft, auch für Veränderungen, nicht nur in ihren Gemeinden, sondern über das Gebiet der Pfarrei hinaus.

Mitglieder des Pfarrgemeinderates

Ein Pfarrgemeinderat besteht aus amtlichen, gewählten und berufenen Mitgliedern. Amtliche Mitglieder sind der Pfarrer, Diakone und Hauptamtliche mit Seelsorgeauftrag für die Pfarrei. Gewählte Mitglieder (mindestens 6 und höchstens 12 Mitglieder) werden immer von den Mitgliedern der Pfarrgemeinde in unmittelbarer und geheimer Wahl auf vier Jahre gewählt. Die Berufung von weiteren Mitgliedern (höchstens die Hälfte der gewählten Mitgliederanzahl) erfolgt durch den Pfarrer nach Zustimmung durch die Mehrheit der amtlichen und gewählten Mitglieder des Pfarrgemeinderates.

Die Grundlage ihres gemeinsamen Arbeitens ist der Glaube.

Sie möchten sich und ihrer Pfarrgemeinde im Alltag Raum und Zeit geben für die Besinnung auf das Wort Gottes und das Wirken im Sinne Gottes.

Aufgaben des Pfarrgemeinderates:

Beratung, Stellungnahme und Beschlussfassung von Vorgängen, Anliegen und Themen innerhalb und außerhalb ihrer Pfarrein,  die die Kirchengemeinde berühren:

 - er berät den Pfarrer in pastoralen Fragen
 -  er erstellt eine pastorale Planung auf der Grundlage der Pastoralen Leitlinien „Als Gemeinschaft in Bewegung – nach innen und außen“ im Verbund der Pfarreiengemeinschaft
 - er  beobachtet gesellschaftliche Entwicklungen und Probleme des Alltags, überdenkt diese bezogen auf die Pfarrgemeinde und beschließt entsprechende Maßnahmen, z.B.: pastorale Schwerpunkte, Maßnahmen im Bereich der Jugend, der älteren Menschen, der Familien, der Menschen mit Behinderung, anderer Kulturen, Maßnahmen der Bildungsarbeit im Bereich der Kindertagesstätten und Schulen
 - er  regelt gottesdienstliche Feiern im Jahresverlauf und die Gestaltung des liturgischen Lebens der Pfarrgemeinde
 - er ist verantwortlich für die Organisation und Durchführung von Gemeindefesten, Veranstaltungen und Aktionstagen während des Jahres
 - er fördert das Bewusstsein für die Mitverantwortung aller für die katechetischen, liturgischen und sozial-caritativen Dienste
 - er  fördert die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pfarrei und die Zusammenarbeit in der Pastoral zwischen Pfarrei, Pfarreiengemeinschaft und Dekanat
 - er koordiniert und tauscht  sich mit Gremien der Pfarrgemeinde aus
 - er kooperiert mit dem Pfarreienrat, in den er Vertreter entsendet
 - er wählt den Verwaltungsrat, sowie eine/n Vertreter/in, die/der an den Sitzungen des Verwaltungsrates teilnimmt und wirkt bei der Vermögensverwaltung der Kirchengemeinde mit
 - er vertritt die Anliegen der Katholiken in der Öffentlichkeit z.B. Stellungnahmen zu politischen Entscheidungen