Datum: Mittwoch, 22. November 2017

von Heribert Mönch und Bernhard Morgen (2004)

 

Die 1796 erbaute Filialkirche, dem heiligen Martin geweiht, hatte zwei Vorgängerkirchen. Diese standen auf dem alten Friedhof. Schon im Jahre 1236 soll sich dort eine erste Kirche befunden haben. Die zweite, der hl. Elisabeth geweiht, wurde im Jahre 1794 von den Franzosen zerstört. Schon zwei Jahre später erbaute man eine neue Kirche, und zwar am heutigen Standort.

In den Jahren 1980/81 wurde die Gusterather Kirche grundlegend saniert und renoviert. Dabei wurden unter anderem vier neue Fenster mit Kreuzwegmotiven des Trierer Glasmalers Jakob Schwarzkopf eingebaut. Nach diesen umfangreichen Arbeiten wurden in den folgenden Jahren weitere Investitionen getätigt. Im Jahre 1990 kam in den kleinen Turm die noch fehlende zweite Glocke. Sie trägt die Inschrift Ehre sei Gott und Friede den Menschen. Gusterath 1990. Beide Glocken erhielten elektrische Läutemaschinen und eine Automatik für das tägliche Angelusläuten. In den Jahren 1994/95 wurden die Außenanlagen, vor allem die große Treppe mit Geländer, fertiggestellt. Zu beiden Aktionen, Glocken und Außenanlage, haben die evangelische Kirchengemeinde und die Zivilgemeinde Gusterath namhafte Zuschüsse geleistet. Die Gusterather sind mit Recht stolz auf ihre Filialkirche und sagen: „Unsere Kapelle ist ein Schmuckkästchen geworden“.

In den letzten Jahren wurden die hohen und dichten Bäume und Sträucher unterhalb der Kirche entfernt sowie ein neuer Zugang zur Mariengrotte geschaffen. Die Kirche ist nun wieder weithin sichtbar, bei Dunkelheit wird sie angestrahlt. Die Brunnenanlage an der Straße wurde im Jahr 2003 durch die Zivilgemeinde vollständig erneuert: Die alten Sandsteintröge wurden freigelegt, der Vorplatz neu gepflastert.