Datum: Montag, 20. November 2017


Am 3. August 2014 machten wir, eine 17-köpfige Messdienergruppe aus Pluwig, Gusterath, Waldrach und Hermeskeil, uns auf den Weg zur Messdienerwallfahrt nach Rom. Begleitet wurden wir von Christina Lörscher-Lienkamp und Peter Krämer, denen wir an dieser Stelle noch einmal herzlich danken möchten für ihre tolle Betreuung, und dafür, dass sie uns die Teilnahme an der Wallfahrt überhaupt ermöglicht haben.
Schon im Vorfeld haben wir uns durch einige Vortreffen auf diese Wallfahrt vorbereitet und sind durch verschiedenste Aktionen als Gruppe zusammengewachsen. So können wir z.B. an die Aktion „Rent a mini“ zurückdenken und möchten an dieser Stelle auch all denen danken, die uns durch ihre finanzielle Unterstützung ebenfalls die Wallfahrt ermöglicht haben!

Zusammen mit den Messdienergruppen aus Osburg und Schweich füllten wir einen Bus und machten uns in einer Buskolonne von 40 Bussen aus dem Bistum Trier auf den 16-stündigen Weg nach Rom. Untergebracht waren wir im Hotel Porta Maggiore, von wo aus wir die Innenstadt zu Fuß und mit der Metro gut erreichen konnten. Wir erlebten unter dem Motto „Frei! Und darum ist es erlaubt, Gutes zu tun“ eine Woche mit 48.000 Messdienern aus ganz Deutschland. Eröffnet wurde diese Woche für die Teilnehmer aus dem Bistum Trier in der Kirche St.Vitale durch Weihbischof Dieser. Konnten wir während der Busfahrt die Gemeinschaft unserer Gruppe spüren, so spürten wir dort das Gemeinschaftsgefühl der Messdiener aus unserem Bistum.

Unterstrichen wurde diese Zusammengehörigkeit durch die Wallfahrtstücher, die in dieser Woche eine besondere Rolle spielten. Jeder Teilnehmer ist im Besitz eines solches Tuches und die Farbgestaltung des Tuches ist für jedes Bistum kennzeichnend. Durch das Tauschen der Tücher mit Messdienern aus anderen Bistümern kam man ins Gespräch und konnte so mit einem Jugendlichen die Tücher tauschen, den man kennengelernt hat oder aber genau das Tuch ergattern, das einem am besten gefiel. Nur eins der Tücher ist einmalig: Das weiße Tuch, das extra für Papst Franziskus angefertigt wurde. Dieses Tuch wurde ihm während der Papstaudienz überreicht, die er ausschließlich an die Messdiener richtete. Wir erlebten diese Audienz unter römischer Sommerhitze als einen Höhepunkt unserer Woche in Rom. Das heftige Gedrängel beim Einlass auf den Petersplatz, das gemeinsame Singen des „Mottosongs“, das Schwenken unserer Fahne, gemeinschaftsfördernde Aktionen, die Suche nach Wasser an einem der wenigen Brunnen auf dem Petersplatz, der Blick über den mit Jugendlichen gefüllten Petersplatz und die gute Stimmung ließen schon vor dem Eintreffen des Papstes eine Atmosphäre entstehen, die für uns unvergesslich ist. Hier wuchs das Gemeinschaftsgefühl spätestens über die Grenzen des Bistums hinaus auf alle Teilnehmer der Wallfahrt. Als der Papst nach langer Wartezeit schließlich unter lauten Rufen („Papst Franziskus!“) und rhythmischem Klatschen mit dem Papamobil über den Platz fuhr, standen alle auf den Stühlen oder nah an der Absperrung, um ihn für einige Sekunden zu sehen. Die Worte, die der Papst an uns Jugendliche richtete, waren verständlich und gaben Mut, den Glauben zu leben und das Leben der Kirche mitzugestalten.

An anderen Tagen lernten wir die Weltstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten kennen. So erkundeten wir Vatikan, Colosseum, Forum Romanum, Kapitol, Spanische Treppe und Pantheon und genossen Eis und Pizza und das römische Flair auf der Piazza Navona, in Trastevere und dem Campo del Fiori, das abends besonders schön war. Ein Programmpunkt speziell für unsere Gruppe war die Begegnung mit der Glaubensgemeinschaft St. Egidio in Trastevere, die sich für Menschen einsetzt, die auf der Straße leben, ihnen Halt, Unterstützung und oft neuen Lebensmut schenkt und ausschließlich aus dem Engagement ehrenamtlicher Helfer bestehen kann. Das Gespräch mit einem Familienvater und Arzt, der sich neben seinem Alltag mit ganzer Kraft für diese Gemeinschaft einsetzt, hat uns sehr berührt und hat uns neue Ideen und Anstöße für soziales Projekte und ehrenamtlichen Einsatz gegeben und uns gezeigt, wie wichtig es ist, anderen Menschen ohne die Erwartung auf Gegenleistung zu helfen. Der Schlusspunkt für die Teilnehmer aus dem Bistum Trier wurde in der Basilika „St. Paul vor den Mauern“ gesetzt. Hier wurden auch alle Geburtstagskinder aus der Woche, unter denen auch Daniel aus unserer Gruppe war, hervorgehoben und mit einem „Schwarz-rot-goldenen“-Pilgertuch beschenkt.

Zusammenfassend war die Woche geprägt von Gemeinschaftsgefühl, Freude am Glauben und tollen Begegnungen und wir nehmen von dieser Wallfahrt viele Erinnerungen, Erfahrungen und auch Anregungen mit in unseren Alltag und sind froh, dabei gewesen zu sein.

 Teresa Müller