Datum: Freitag, 17. November 2017


Liebe Mitchristen,

der Zauber der Weihnacht entfaltet sich in unterschiedlichsten Weisen, die letztlich ihren Urgrund im Kind in der Krippe haben. Das ist, ob bewusst reflektiert oder nicht, der eigentliche Zauber, der von Weihnachten ausgeht. Das göttliche Kind in der Krippe verzaubert die Welt. In der Armseligkeit der Krippe offenbart sich die Fülle Gottes. Das Kind in der Krippe ist der Angelpunkt der Welt. An dieser Stelle wird der Zauber der Weihnacht zur weihnachtlichen Herausforderung:
Mit Jesus Christus steht und fällt die ganze Welt.
Wenn wir das kleine Kind in der Krippe betrachten, sind wir eingeladen, die Augen weit zu öffnen und den Blick auf die ganze Erde zu richten. Die Welt in ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfältigkeit wahrzunehmen, die Menschen in ihrer Einzigartigkeit, die Schöpfung in ihrer Vielgestaltigkeit.
Und noch einmal weitet sich der Blick über unsere irdische Wirklichkeit hinaus auf den lebendigen Gott hin, der in Gestalt des Sohnes als Kind in der Krippe liegend Mensch geworden ist, sich kleinmachend, um uns groß zu machen.
Himmel und Erde, Fülle und Armut, Gott und Gottferne: in dieser Spannung erstreckt sich die Weihnacht. Im göttlichen Kind verdichtet sich diese Spannung und wird doch gleichzeitig aufgehoben, dergestalt, dass wir aufgehoben sind, gut aufgehoben bei Gott!

Ich wünsche Ihnen ein zuversichtliches Zugehen auf Weihnachten hin auf die weihnachtliche Erfahrung des Aufgehobenseins beim göttlichen Kind in der Krippe!
 
Ihr Pfarrer
Ralf-Matthias Willmes