Datum: Sonntag, 19. November 2017

Die Katholische Filialkirche St. Cornelius in Riveris

 

Die Gemeinde drängt sich in den engen Talbereich der traditionell Mühlen betreibenden Riveris, einem Nebenfluss der Ruwer.

An der einstmals unbebauten westlichen Bachseite dominierender, kapellenartiger kleiner Saalbau. Nach Süden orientierter, schiefereingedeckter Putzbau zu zwei rundbogigen Achsen und an den Schrägen gleichartig durchfenstertem, dreiseitigem Schluss. Die abgewalmte Giebelfront nur vom Rundbogenportal (1853 datiert) und vom verschieferten Dachreiter mit Pyramidenhelm charakterisiert. Dem frisch restaurierten Bau wurde 1970 chorseiteig eine Sakristei und winkelförmig eine Leichenhalle angefügt. Der breitgelagerte Bau (13 x 8m) im Innern mit flacher Voutendecke und barocker Ausstattung. Der Tabernakelaltar mit seitlichen kleinen Figuren der Heiligen Cornelius und Cyprian stammt aus der Pfarrkirche Osburg. Vom alten, aus der Kirche Bonerath stammenden Altar haben sich bemerkenswerte Figuren der hl. Bischöfe Augustinus und Valentinus erhalten. Die Farbglasfenster sind von 1942. Die nach Plänen des Trierer Kommunalbaumeisters Johann Paptist Bingler erbaute Filialkirche greift auf den traditionellen barocken Kapellentyp zurück, der hier neu proportioniert ist. Die zur berechneten Wirkung zugehörende bachseitige Grünfläche und der rückwärtig 1855 angelegte Friedhof bilden die geschützte Umgebung.

 

(aus: Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz Kreis Trier-Saarburg 1994)