Datum: Montag, 20. November 2017

Geschichte der Pfarrgemeinde St. Martin Morscheid

 

1089  Kaiser Heinrich III. bestätigte dem Trierer Kanonikerstift St. Irminen Besitzungen in Morscheid.

1330  Der Trierer Schöffe Johann von Oeren erhielt aus der Hand des Erzbischofs Balduin das Schenkenamt der Trierischen Kirche und mit ihm als Lehen das Patronats- und Zehntrecht in Morscheid.

1481  Fritz von Schmittburg bestätigte, dass er von Erzbischof Johann von Trier das Schenkenamt samt den dazugehörigen Einkünften empfangen habe.

1507 Wilhelm von Monreal, Herr zu Malberg belehnte Friedrich von Schmittburg mit dem Dorf Morscheid und allem Zubehör, ausgenommen das Patronats- und Zehntrecht.

1569 Visitation - Die Pfarrei Morscheid gehörte zum Landkapitel Wadrill. An den folgenden Visitationen nahmen Einwohner von Osburg, Thomm und Riveris teil. Das Sendgericht (kirchliches Sittengericht) wurde jeweils abgehalten. Da die 8 Sendschöffen aus Morscheid (3), aus Osburg (3) und Thomm (2) stammten, darf man folgern, dass die Martinskirche in Morscheid die alte Mutterkirche für Osburg und Thomm war. Sie hatte als letztes Pfarrrecht das Recht zur Abhaltung des Sendgerichtes bewahrt.

1584 Visitation

1589 Visitation

1593 Visitation

1596 Visitation

16. Jahrhundert  Die Herren von Schmittburg waren als Patronats-, Zehnt- und Grundherren von Morscheid bezeugt.

1664 und 1685  Die beiden Glocken Martinus und Donatus wurden gegossen.

1803  Die Filialkirche Riveris wechselte von Osburg zur Pfarrei Morscheid. Morscheid wurde zur Succursalpfarrei (Hilfspfarrei) im Kanton Pfalzel.

1805  Die Pfarrkirche wurde bei der Visitation als alt und klein beschrieben und war "wenig ausgestattet". Ohne Chor maß sie 18x54 Fuß.

1835 Ein neues Pfarrhaus wurde gebaut.

1860 - 1864  Die neue Pfarrkirche wurde gebaut. Der alte Kirchturm blieb jedoch stehen.

1883  Das Donatuskreuz wurde errichtet.

1884  Am 24.04.1884 wurde die Pfarrkirche konsekriert.

1909  Die Holzaltäre waren alt und so beschloss man neue Steinaltäre anzuschaffen. Diese drei Steinaltäre stehen heute noch in der Kirche.

1942  Die Glocke "Martinus" musste zum Einschmelzen abgegeben werden.

1945  Am 04. März 1945 wurde Morscheid im Krieg stark beschossen. Auch die Kirche wurde schwer beschädigt. Das Dach des Turmes wude zerstört. Auch das Dach der nebenstehenden Kirche wurde im Bereich des Josefaltares getroffen, so das in der Kirche die Decke zum Teil herunterfiel.

1951  Pastor Bernhard Edel stellte nach dem Krieg Nachforschungen über den Verbleib der Martinusglocke an. Es erging der offizielle Bescheid an die Pfarrgemeinde, dass "die Glocke mit 500 anderen vermisst wird".

1952  Die neue Glocke "Martinus" läutete zum ersten Mal am Osterfest. Sie wurde von der Firma Mabillon in Saarburg gegossen und trägt die Umschrift "Herr gib uns den Frieden". - Die Kapelle in Riveris erhielt zwei neue Glocken.

1964  Der Glockenturm erhielt sein heutiges Aussehen.

1972  Neue Fenster wurden angeschafft. Vier wurden von dem Trierer Künstler Jakob Schwarzkopf gestaltet. Die anderen Fenster und der Kreuzweg wurden von Herrn Frantzen gestaltet.

1973 Die erste Heizung wurde installiert. Die Kirche erhielt einen neuen Fußboden.

1974  Die Pfarrkirche erhielt zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Orgel. Sie wurde von der Trierer Firma Sebald gebaut und umrahmt das Giebelfenster.

1975 Die Orgel wurde um ein Register (Trompete 8´) durch die Firma Sebald erweitert.

1975 Die Pfarrei zählte 980 Katholiken.

1976  Das Pfarrhaus wurde verkauft.

1976 Eine Schallübertragungsanlage wurde in der Kirche installiert.

1977 Die Pfarrbücherei wurde neu eröffnet.

1977 Sitze (Sedilien) für Priester,Ministranten und Lektoren wurden angeschafft. Die Wangen der Kirchenbänke dienten als Vorbild.

1981 Ein neues Pfarrheim (Pfarrsälchen) wurde gebaut.

1987 Ein neuer Raum für die Heizung wurde angebaut.

1990  Der Sturm Wiebke zerstörte Teile des Kirchendachs.

1993 Kirchenkonzert, der Erlös war für die Innenrenovierung der Kirche.

1993 Auflösung der Pfarrbücherei in Morscheid.

1993 Eine Ampel für das Ewige Licht wurde angeschafft.

1991  Das Glockengeläut wurde elektrisch betrieben.

1991 Die Pfarrkirche erhielt einen neuen Außenanstrich.

2003 Die Kirche bekam eine neue Heizung.

1997  Die Pfarrkirche wurde von innen neu angestrichen und die Altäre wurden fachkundig restauriert.

1998 Ein neuer Ambo und ein neuer Celebrationsaltar wurden aufgestellt.

2002 Die Krippe der Pfarrkirche wurde restauriert.

2003 Die Kirche bekam eine neue Heizung.

2009 Ein barrierefreier Zugang zur Kirche wurde geschaffen.

2013  Die Sebald-Orgel wurde renoviert und am Ostermontag in einem feierlichen Hochamt der Pfarrgemeinde vorgestellt.

2016 Der Treppenaufgang zur Kirche wurde erneuert.