Datum: Freitag, 21. Februar 2020

Manche Berufe in der Kirche haben merkwürdige Namen. „Küster/Küsterin“ zum Beispiel.

Diese Bezeichnung kommt von dem lateinischen Wort custos und bedeutet „Wächter“. Küster/innen werden auch „Kirchendiener/innen“ genannt.

Was alles zu ihren Aufgaben gehört, lassen wir uns von unserer Küsterin Monika Scherf mal erzählen:

 

Nach einer  kirchlichen Trauung in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Kasel.          

 Ein Fotograf schießt ein paar Bilder, Familie und Angehörige stoßen auf die Zukunft der Brautleute an. Sie strahlen vor Glück.

Es war ein schöner Gottesdienst. Die Ansprache des Pfarrers, die Lieder, die Gebete – das hat die Anwesenden berührt.                                                                                  

 Drinnen in der Kirche legt Monika Scherf sorgfältig die Hussen zusammen, mit denen die Stühle vor dem Altar für die Trauung geschmückt waren. Sie lächelt: Sie freut sich, dass alles so gut geklappt hat, dass die Hochzeitsgemeinde zufrieden ist. Es kommt auf viele Details an bei einer kirchlichen Trauung.       Und dass alles klappt, ist eben auch unserer Küsterin zu verdanken, die seit über 10 Jahre in Kasel ihren Dienst tut.                                                                               

  „Stellst du nur die Glocken an?“ fragte einmal ein Kind im Kindergottesdienst die Küsterin.

Nein – zur Arbeit der Küsterin gehört viel mehr. Monika Scherf bereitet die Kirche für die Gottesdienste vor, auch für die Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. Alles braucht seine festen Abläufe. Sie muss einen regelmäßigen Kontakt zum zentralen Pfarrbüro in Waldrach halten, um zu sehen, was anliegt. Zur Vorbereitung des Gottesdienstes gehört z.B. das Kontrollieren und Austauschen von Kerzen und Blumenschmuck  an den Altären. Sie prüft, ob die Mikros und die Beleuchtung funktionieren. Die Gewänder für die Messdiener und für den Priester werden vorbereitet und vieles mehr.                                                                                   Passend zum Kirchenjahr, an Ostern Weihnachten z.B  gibt es noch weitere verschiedene Aufgaben.                                           Ob sie auch schon einmal was vergisst? „Ja, das war zu Anfang gar nicht so einfach, jetzt hab ich mir ein dickes Buch mit vielen Bildern und Abläufen  erstellt, das liegt in der Sakristei und da schaue ich drauf.Bis jetzt ist es immer gut gegangen“, lächelt sie.                                                                         

Küsterin sein – da geht es aber nicht allein um derartige handfeste, praktische Dinge. „Man muss auch zuhören können, wenn die Menschen Kummer und Sorgen haben,“ sagt Monika Scherf und wird für einen Moment ruhig. „Das muss man auch können, man muss eine große Liebe zu den Menschen haben – sonst kann man diesen Dienst nicht machen.“ Manchmal fällt das gar nicht so leicht, etwa bei Beerdigungen, wenn sie das Schicksal der Familien vor Augen hat.                  

 Aber es gibt ja auch die freudigen Ereignisse, von denen Gottesdienstbesucher strahlend berichten.

Wir Kaseler sind unserer Küsterin für ihren Dienst sehr dankbar.  Wir wissen, was wir an Monika Scherf haben.

 

 

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