Datum: Mittwoch, 22. September 2021

Mutter: "Morgen ist Pfingsten. Weißt du, was da gefeiert wird?
Kind: "Dass die Außengastronomie wieder öffnet!"


Es wird noch was anderes gefeiert, nämlich dass der Heilige Geist kommt.
Darüber berichtet die Apostelgeschichte im Vers 2, 1-41

Doch davor noch 2 Fragen an euch:
- Was unterscheidet Wind von anderen Elementen, wie Wasser, Erde...?
- Wie klingt es für dich, wenn jemand in einer fremden Sprache spricht, die du nicht verstehst?

Hören wir nun, was an Pfingsten vor 2000 Jahren passiert ist:


"Ich glaube, ein Sturm zieht auf!" Magdalena zieht ihr Tuch enger um den Hals. "Ich bringe die Kinder ins Haus, kümmere du dich um die Schafe." Energisch schiebt sie ihren Mann Jeremias Richtung Weide und macht sich auf die Suche nach ihren Kindern, die sich irgendwohin zum Spielen verdrückt haben. "Komisches Wetter", denkt Magdalena. Gerade war noch blauer Himmel und Sonnenschein, jetzt plötzlich rauscht es so laut, als würde gleich ein Sturm aufziehen. Aber irgendetwas ist seltsam. Was bloß? Es fällt ihr nicht ein.
Magdalena findet ihre Kinder hinter dem Haus. Dort haben sie sich eine Festung gebaut und spielen. "Kinder, kommt ins Haus, es gibt Sturm! Draußen ist es zu gefährlich." "Aber nein, Mama, jetzt nicht, wir spielen gerade so schön." rufen sie. "Doch, schnell, ich will nicht, dass euch etwas passiert", antwortet die Mutter und nimmt die beiden Jüngsten an die Hand. "Mama, das kann doch gar nicht sein. Schau mal, die Wäsche, die du zum Trocknen aufgehängt hast, bewegt sich kein Stück. Das ist doch kein Sturm!" Jetzt fällt es Magdalena auch auf. Das war es, was sie eben bemerkt hat, aber nicht begreifen konnte. Irritiert bleibt Magdalena stehen. Stimmt, ein Sturm kann es nicht sein. Aber was rauscht dann so laut? Wo kommt das her?
"Ja, du hast recht", stimmt sie ihrem Kind zu, "ihr könnt weiterspielen. Ich schaue mal nach, wo das Rauschen herkommt."

Vor dem Haus trifft sie Jeremias. Auch er hat bemerkt, dass kein Sturm aufzieht, sondern etwas anderes Merkwürdiges im Gange ist. "Wo kommt das Rauschen her?", fragt er Magdalena. "Es muss irgendwo in der Stadt sein" vermutet Jeremias. "Komm, lass uns gehen und nachsehen, was da los ist." Gefolgt von ihren Kindern, die neugierig geworden sind, gehen sie dem Geräusch nach. Sie sind nicht allein. Immer mehr Menschen sind auf demselben Weg. Aufgeregt schnattern sie durcheinander. Und dann scheint es, als haben sie das Haus gefunden, aus dem dieses Rauschen kommt.
Durch das Fenster kann Magdalena einen Blick auf die Bewohner des Hauses werfen,. Es sind die Jüngerinnen und Jünger, die damals mit Jesus unterwegs waren. Es sieht so aus, als hätten sie eine Feuerflamme auf ihrem Kopf. Und sprechen wirres Zeug durcheinander. Sind sie betrunken? Mitten am Tag? Das hätte Magdalena nicht von ihnen erwartet. Aber nein, was hört sie da?
Da spricht einer in der Sprache ihres Vaters. Von ihm hat sie diesen Dialekt gelernt, den nur ganz wenige Menschen hier in Jerusalem sprechen. Einer lobt Gott in ihrem Dialekt! Wie kann das gehen?
Auch die anderen, die vor dem Haus stehen, haben etwas von dem Stimmengewirr verstanden. "Was hat das alles zu bedeuten? ruft einer. "Ja, genau, was macht ihr da drinnen? Kommt raus!" rufen andere. Da öffnet sich die Tür und Petrus tritt vor das Haus. Magdalena kennt ihn gut, denn sie war damals auch ein paar Male dabei, als Jesu mit seinen Freundinnen und Freunden unterwegs war. "Leute", ruft Petrus, "ich erkläre euch, was da drinnen vor sich geht. Es ist genau das, was schon der Prophet Joel vorhergesagt hat: Gott wird seinen Geist über alle Menschen ausgießen. Dann werden Menschen als Propheten reden, Visionen haben und Gott im Traum sehen. Das hat Jesus gesagt, bevor er in den Himmel aufgenommen wurde. Und das passiert gerade!"
Petrus erzählt, was er mit Jesus erlebt hat und warum er glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Dieser Heilige Geist, den sie heute bekommen haben, ist die Bestätigung dafür, dass Jesus keinen Quatsch erzählt hat. Plötzlich versteht Magdalena die Zusammenhänge. Sie versteht die Geschichten, die Jesus erzählt hat. Alles wird ihr klar. Und ihr wird ganz warm ums Herz. Ja, mit Jesus will sie leben, an ihn will sie glauben. Petrus fordert alle auf, ihr Leben zu ändern und sich taufen zu lassen. Magdalena, Jeremias und ihre Kinder sind dabei. Mit ihnen noch viele andere, mindestens 3.000 Menschen! Etwas Neues hat begonnen.
Fragen danach:
- Was tut der Heilige Geist?
- Willst du auch mit Jesus leben und wie kann das aussehen?
(aus "Ab geht die Post" von Birgit Götz)

Das mit dem aufziehenden Sturm konnten wir ja alle vor einigen Tagen live erleben, als es blitzte und donnerte, hagelte und regnete.
Doch dieser Sturm und das Rauschen in der Geschichte ist etwas anderes.

Ich wünsche euch ein frohes und gesegnetes Pfingstfest, schöne Pfingstferien mit möglichst viel Sonne und neuen Möglichkeiten, den 6 Pluwiger Kindern heute eine schöne Erstkommunion und allen wünsche ich Gesundheit und Gottes Geist bei allem, was ihr tut.

Dorothee Kupczik

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