Datum: Samstag, 06. Juni 2020

 

Adressat: Kinder ab dem Grundschulalter

Texte aus: "Ab geht die Post" von Birgit Götz

 

Der Tisch kann mit einem Kreuz, bunten Zweigen, evtl. einem Buchsbaumzweig, Blumen und einer Kerze geschmückt sein. Die Kerze ist noch nicht entzündet.

 

Lied: Wir wollen aufsteh´n, aufeinander zugeh´n (steht nicht im Gotteslob)

https://www.youtube.com/watch?v=XCcGvDlM5jQ

 

Kreuzzeichen:

Heute ist Ostern. Wir beginnen unseren Gottesdienst: + Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes +.

 

Wir erinnern uns noch einmal an die Ereignisse der letzten Woche . Am letzten Sonntag, am Palmsonntag,  wurde Jesus beim Einzug in Jerusalem von den Menschen begrüßt, sie jubelten ihm zu.

Dann hat Jesus mit seinen Freunden das letzte Abendmahl gefeiert und wurde von einem Freund verraten. Er wurde gefangen genommen und ans Kreuz geschlagen, an dem er starb. Die Freunde von Jesus brachten ihn ein Felsengrab. Sie waren traurig, weil Jesus tot war.

 

Einstiegsfragen:

- Hast du schon einmal etwas für unwahrscheinlich gehalten und dann ist es doch passiert? Was war das?

- Wie würdest du reagieren, wenn plötzlich ein Mensch, der tot ist, wieder vor dir steht?

 

Vorlesegeschichte nach Lukas 24, 1-10

Gestern war das schrecklichste Paschafest, das Maria je gefeiert hat. Gefeiert ist der falsche Ausdruck. sie hat einfach nur abgewartet, bis der Tag endlich vorbei war. Am Paschafest sind eigentlich alle fröhlich und erinnern sich an die Befreiung aus Ägypten, damals, als Mose noch gelebt hat. Nur Maria ist nicht fröhlich. Jesus wurde getötet. Wie einen Verbrecher haben sie ihn gekreuzigt! Dabei hat er nichts getan. Zumindest nichts, was ein Verbrechen war.

Er hat vielen geholfen, hat Kranke geheilt, hat Verzweifelten Hoffnung geschenkt. Viele Menschen sind Jesus nachgefolgt. Sie waren begeistert von ihm und dem, was er von Gott erzählt hat. Das hat den jüdischen Geistlichen nicht gepasst. Denn sie hat Jesus kritisiert. Und so haben sie ihn vor Gericht geschleppt, ihm etwas angehängt und ihn umbringen lassen. Das war vorgestern gewesen. Und dann kam das Paschafest.

Maria hatte keine Zeit mehr, sich richtig von Jesus zu verabschieden. Das will sie heute tun. Mit ihren Freundinnen Johanna und Salome will sie seine Leiche einbalsamieren. Aber wer wird ihnen den schweren Stein vom Grabeingang wegrollen? Na ja, eine Lösung wird sich schon finden. Maria nimmt ihre Öle, die sie für Jesus vorbereitet hat und geht mit ihren Freundinnen zum Grab.

Aber was ist das? Der schwere Felsbrocken, der den Eingang zum Grab versperrt hat, ist zur Seite gerollt. Hat jemand den Leichnam geklaut? Maria geht in die Grabhöhle hinein. Jesus ist nicht mehr da. Was hat das zu bedeuten? Die Frauen sind ganz aufgeregt. wurde Jesus geklaut? Wo könnte er nur sein?

Da kommen plötzlich zwei Männer zu den Frauen. Diese Männer haben sie noch nie gesehen. Sie tragen leuchtende Kleider und sehen so anders aus. Die Frauen erschrecken und schauen schnell zu Boden.

“Warum sucht ihr den lebendigen Jesus in seinem Grab? Jesus ist nicht hier. Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Erinnert ihr euch nicht mehr daran, dass er das alles so vorausgesagt hat?  Jesus sagte: Ich werde von den Menschen, die schuldig sind, ans Kreuz genagelt. Ich muss sterben, aber am dritten Tag werde ich vom Tod auferstehen!

Erinnert ihr euch wirklich nicht mehr?”

Doch, klar, jetzt fällt es Maria wieder ein. Aber sie hat nicht wirklich daran geglaubt, dass das stimmt. Sie hebt ihren Blick und schaut die beiden anderen Frauen an. “Stimmt das wirklich, dass Jesus lebt?” fragt sie in die Runde. Die anderen schauen sie etwas unsicher an. “Möglich”, sagt Johanna. “Er hat es doch gesagt, sogar dreimal, da haben diese Männer hier recht.”

“Wo sind die Männer eigentlich?” fragte sich Maria. “Sie sind weg!”

“Waren das Engel?”

”Hat Jesus sie geschickt?”

“Wo ist Jesus jetzt?”

“Lebt Jesus?”

 

Jetzt kann die Kerze entzündet werden

 

Aufgeregt reden die Frauen durcheinander. Und immer wieder wird dieser Satz wiederholt: “Jesus lebt!” Irgendwann freuen sie sich richtig, sie jubeln, Tränen der Freude und der Erleichterung laufen ihnen über die Wangen. “Jesus ist nicht tot, er lebt!” “Kommt”, sagt Maria, “das müssen wir unbedingt den Jüngern erzählen”. Fröhlich verlassen sie die Grabhöhle. Jesus lebt. Das verändert alles.

 

Vertiefungsfragen:

- Was bedeutet es, dass Jesus vom Tod auferstanden ist?

- Was habe ich davon, dass Jesus lebt?

 

Lied: Taizé-Halleluja GL 483

https://www.youtube.com/watch?v=KcOcs7zZgT8

 

Fürbitten

Wir wollen nun zu Jesus, dem Auferstandenen beten:

Jesus, wir sind froh, dass du nicht tot bist, sondern lebst!

Alle: Bleibe bei uns!

Wir haben Angst vor dem Coronavirus. Beschütze alle Menschen, die wir lieb haben, besonders Oma und Opa, Mama… (Namen einsetzen)

Alle: Bleibe bei uns!

Auf der Welt gibt es arme Kinder, die hungern und geflüchtet sind. Schenke ihnen Hilfe und Hoffnung

Alle: Bleibe bei uns!

Jesus sei bei den Menschen, die auch heute arbeiten, in Krankenhäusern und Seniorenheimen, in Wohnheimen für beeinträchtigte Menschen, die zu Hause Angehörige pflegen und Angst haben, andere Menschen anzustecken. Beschütze sie.

Alle: Bleibe bei uns!

Manchmal sind wir traurig, weil jemand gestorben ist. Wir brauchen dich als Hoffnung, denn du schenkst den Verstorbenen ein leben bei dir.

Alle: Bleibe bei uns!

An Ostern dürfen wir uns freuen. Lass uns die Freude weitergeben, liebe Menschen anrufen, unseren Freunden eine whats app schicken...

Alle: Bleibe bei uns!

 

So wollen wir zusammen beten:

 

Vaterunser

Vater Unser im Himmel, geheiligt werde dein Name

dein Reich komme, dein Wille geschehe,

wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen. (GL 3,2) 

 

 

Schlussgebet

Lieber Gott, wir danken dir, dass du Jesus von den Toten auferweckt hast.

Wir feiern dieses Jahr ein Osterfest, das so anders ist als letztes Jahr. Begleite uns auf unserem Weg und beschütze alle Menschen, die einsam, krank und voller Sorgen sind

 

Segen: Die Eltern können gerne die Hände über ihr Kind/ihre Kinder halten und beten

So segne uns Gott, der für uns wie eine gute Mutter und ein guter Vater ist, Jesus der für uns gestorben und von den Toten auferstanden ist und der Heilige Geist, der uns immer wieder Kraft schenkt. Amen

 

Lied: Jesus Christ, you are my life GL 362

https://www.youtube.com/watch?v=H8D7rJTcnJo

 

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