Datum: Samstag, 06. Juni 2020


Aus dem Evangelium nach Markus 11,1-11

Diese Bibelgeschichte mit den Fragen und der Sprache ist geeignet für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren. Familien mit jüngeren Kindern empfiehlt sich eher der 2. Entwurf: Jesus zieht in Jerusalem ein.

Sie können gerne mit einem Kreuzzeichen beginnen

- Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen+

 

Einstiegsfragen:

- Überlegt doch mal, wohin und mit was bist du schon einmal gereist? (Auto, Flugzeug, Fahrrad, zu Fuss…) und wohin? (Oma, Urlaubsländer, Ferienfreizeit…)

- Wie begrüßt du deine Freundinnen und Freunde normalerweise (nicht jetzt zu Corona Zeiten) in der Schule, beim Sport, beim Treffen?

 

Jetzt hört oder lest diese Geschichte aus der Bibel:

“Kommt alle mal her!” Jesus trommelt seine Jünger zusammen. Sie sind gerade in Betanien angekommen und legen eine Pause ein. “Es geht heute noch weiter nach Jerusalem. Dafür brauche ich aber einen Esel, um in die Stadt hineinzureiten.” Die Jünger schauen sich fragend an. Einen Esel? Und warum reiten? Jesus ist doch sonst auch immer zu Fuß gegangen. “Ihr zwei”, er zeigte auf zwei seiner Jünger, “ihr geht in das nächste Dorf. Dort findet ihr einen jungen Esel angebunden. Noch niemand ist auf diesem Esel geritten. bindet ihn los und bringt ihn her. Und wenn euch jemand fragt, was ihr da macht, dann sagt: Der Herr braucht ihn. Er bringt ihn auch wieder zurück.”

Die beiden Jünger machen sich auf den Weg. Sie verstehen nicht, was Jesus vorhat. Aber sie haben schon so viele Wunder mit Jesus erlebt, dass sie nicht daran zweifeln, diesen Esel zu finden. Schnell sind sie im nächsten Dorf. Und tatsächlich: Sie sehen den Esel! Er ist an einer Tür angebunden. Ob sie ihn so einfach abbinden und mitnehmen können?

Ein paar Männer stehen in der Nähe und unterhalten sich. Sie beobachten, was die beiden Jünger machen. “He, wollt ihr den Esel stehlen?”, ruft einer herüber. Die Männer kommen langsam auf die beiden Jünger zu. “Ihr könnt doch nicht einfach diesen Esel losbinden und mitnehmen. Das ist Diebstahl!” “Ja, wissen wir”, sagt einer der Jünger mit zittriger Stimme. “Wir stehlen ihn nicht. Wir leihen ihn nur. Der Herr braucht ihn. Wir bringen ihn danach auch wieder zurück!”

Angespannt warten die beiden, ob die Männer ihnen glauben würden. “Ach so.” Die Männer zucken gleichgültig mit den Schultern und führen ihr Gespräch fort. Die beiden Jünger schauen sich überrascht an. Es stimmt also wirklich, was Jesus gesagt hat. Schnell machen sie sich auf den Rückweg. Ein bisschen Angst haben sie immer noch, dass die Männer es sich anders überlegen könnten.

In Betanien werden sie schon erwartet. Manche Jünger haben ihr Mäntel ausgezogen und legen sie als Satteldecke auf den Esel. Jesus setzt sich darauf und schon geht die Wanderung los. Was hat Jesus mit den anderen Jüngern gesprochen, dass sie gleich ihre Mäntel auf den Esel legen? Die beiden Jünger verstehen es nicht, trauen sich aber auch nicht zu fragen.

Es hat sich mal wieder herumgesprochen, dass Jesus nach Jerusalem kommt. Immer mehr Menschen gehen mit ihnen. Kaum haben sie das Stadttor von Jerusalem erreicht, da beginnen die Menschen zu jubeln. Sie ziehen ihre Mäntel aus und legen sie als Teppich auf den Boden. Mit Zweigen von den Bäumen wedeln und winken sie Jesus zu. Jesus zieht in Jerusalem ein wie ein König!

Na klar! Jetzt verstehen es die beiden Jünger. Jesus zeigt sich als der, der er wirklich ist. Er ist der König, den Gott geschickt hat. Er kommt, um Gottes Reich aufzubauen. Und er kommt nicht auf einem Schlachtross und erobert die Stadt mit dem Schwert. Nein, er kommt auf einem jungen Esel als sanfter König, der Liebe bringt.

 

Vertiefungsfragen:

- Wenn Jesus der König der Welt ist, was bedeutet das dann für alle anderen auf der Welt, die auch Macht haben, z.B. Präsidenten, KanzlerInnen, Könige, Bürgermeister, aber auch Mächtige in der Wirtschaft?

Können sie etwas von Jesus lernen?

Oder haben sie Angst, so zu sein wie Jesus? Oder wovor könnten sie noch Angst haben?

- Warum legen die Menschen ihr Kleider auf den Boden? Jubeln ihm mit Zweigen zu? Wie können wir heute Jesus ehren? Überlegt nochmal, wie ihr eure FreundInnen begrüße, Familienmitglieder…? Passt das auch auf Jesus?

 

Herzliche Einladung, zusammen mit eurer Familie nach der Bibelstelle noch ein

Vater Unser zu beten:

Vater Unser im Himmel, geheiligt werde dein Name

dein Reich komme, dein Wille geschehe,

wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen. (GL 3,2) 

 

Gebet:

Guter Gott, Jesus, dein Sohn ist wie ein König in Jerusalem eingezogen, wie ein anderer König. Viele Menschen haben ihn freudig begrüßt.

Damals hatten die Menschen nicht viel zu jubeln, es ging ihnen unter der Herrschaft der Römer schlecht. und deshalb hofften sie, dass Jesus ihr Retter ist.

 

Wir leben gerade in einer uns ganz anderen, uns unbekannten Zeit.

Die Schulen sind geschlossen, es findet keine Sportveranstaltungen mehr statt, wir dürfen uns nicht einfach so mit vielen Freundinnen und Freunden treffen. Alles wird abgesagt, auch unsere Erstkommunion im Frühjahr.

Bitte beschütze alle Menschen, besonders die

die krank sind und Angst vor dem Virus haben, 

die schon alt sind und auch Angst haben und alleine sind,

die sich fürchten, ihre Arbeit zu verlieren

und die, die gerne helfen wollen.

 

Guter Gott, segne uns, unsere Familie und alle Menschen, die wir lieb haben

+der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen+ (Kreuzzeichen)

 

Da es dieses Wochenende keinen Gottesdienst mit Palmweihe gibt, könnt ihr euch selbst Palmen/Buchsbaum suchen und diesen segnen. Danach wird er hinter ein Kreuz gesteckt als Zeichen der Königswürde Jesu.

Wenn ihr Buchsbaum findet, der nicht befallen ist vom Buchsbaumzünsler, vielleicht mögt ihr einige Sträußchen binden und sie Nachbarn, älteren MitbürgerInnen aus eurer Straße vor die Tür legen. Sie werden sich sicher freuen.

Evtl. gibt es auch in euren Pfarrkirchen einen Korb mit gesegneten Palmzweigen.

 

Segensgebet über die Zweige

Guter Gott,

segne diese grünen Zweige

(die Zweige können mit Weihwasser besprengt werden, wenn vorhanden, oder wir machen jeder ein Kreuzzeichen + im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen+)

Hilf uns, dass diese Zweige uns ein Zeichen der Freude werden, denn dein Sohn Jesus ist als König in Jerusalem eingezogen.

Hilf uns, dass diese Zweige uns ein Zeichen für das Leben werden. Denn wir glauben, dass Jesus auferstanden ist und das Leben stärker ist als der Tod.

Hilf uns, dass diese Zweige uns ein Zeichen der Hoffnung werden, dass Du, Gott immer bei uns bleibst, besonders in auch in diesen schwierigen Zeiten. Amen.

 (Ideen aus dem Buch: “Ab geht die Posasdfasdfa

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