Datum: Sonntag, 16. Juni 2019

auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft Waldrach. Die Pfarreiengemeinschaft Waldrach ist der Zusammenschluss von zwölf Pfarreien im Ruwertal, dem Vorderen Hochwald und dem Pluwiger Ländchen.

Das Leben in den Gemeinden wird geprägt von vielerlei Aktivitäten und Gruppen. Dieses Gemeindeleben ist ohne die vielen ehrenamtlich Tätigen nicht denkbar.

 
Auch für Sie ist in dieser Pfarreiengemeinschaft sicher ein guter Platz!

Pfarrer Ralf-Matthias Willmes

 


Geistliches Wort (aus dem Pfarrbrief Nr. 5/2019)

Vor kurzer Zeit war ich an einer Hochschule. Ich ging durch das Gebäude und sah auf einmal eine Gruppe StudentInnen, die etwa 18 Jahre alt waren.
Sie hatten Pause und standen im Flur zusammen.
Eigentlich eine „normale“ Situation, doch irgend etwas war seltsam, etwas hat nicht gestimmt.
Diese jungen Menschen standen im Kreis zusammen, doch sie waren ganz still…
Auf den zweiten Blick merkte ich, dass die StudentInnen nicht redeten, weil sie alle mit ihren Handys beschäftigt waren. Es sah aus wie eine Gruppe, doch jede und jeder war für sich allein.
Vielleicht waren sie ja in Verbindung mit anderen Menschen? Vielleicht mit Menschen, die weit weg sind, vielleicht sogar in anderen Ländern? Das ist möglich, dank unserer modernen
sozialen Netzwerke. Vielleicht waren ja auch zwei von der Gruppe miteinander im Kontakt, aber eben über das Handy?
Ich denke, die moderne Technik kann uns vieles ermöglichen, ich benutze sie auch regelmäßig.
Aber ist es nicht schade, wenn diese Technik eine wirkliche, eine echte Begegnung verhindert?
Eine Begegnung auf Augenhöhe, wo der Blick des Anderen mich trifft, ganz unmittelbar? Eine Begegnung, die über das reine Wort hinausgeht? Eine Begegnung, die in die Tiefe geht, in der die Energie, die Freude oder Traurigkeit des Anderen zu spüren ist…
Jesus Christus ist in seinem Leben auf der Erde ständig in Begegnung mit Menschen gewesen: Er traf Menschen aus allen sozialen Gruppen, hörte die unterschiedlichsten Lebensgeschichten, aß mit Armen und Reichen, redete mit Erwachsenen und Kindern, verbrachte Zeit mit Einheimischen, Fremden und Freunden. Er kannte in der Begegnung keine Grenzen, er war ganz offen.
Das haben viele dieser Menschen gespürt, sie waren tief berührt, die Begegnung mit Jesus hat ihr Leben geprägt. Dies waren wirkliche, echte Begegnungen.
Ostern ist vorbei, doch der auferstandene Christus will uns weiterhin begegnen. Bald, an Pfingsten, werden wir uns daran erinnern, dass Jesus uns den Heiligen Geist sendet, einen
Geist, der es uns ermöglicht unsere engen Grenzen zu öffnen, auf andere Menschen zuzugehen, einander auf Augenhöhe zu begegnen. Einen Geist, der uns vielleicht in mancher Begegnung spüren lässt, dass Jesus selbst in der Tiefe zugegen ist.
Ich denke, das ist ein wertvoller Aspekt unseres Glaubens: Wir Christen können jeden Tag, im Licht von Ostern und von Pfingsten diese tiefen, echten Begegnungen erfahren.
Dafür brauchen wir kein Handy; nur ein offenes Herz. Ein Herz, das im Gebet Raum gibt, für den Heiligen Geist und die Präsenz Jesu Christi in unserem Leben!

Ihr Diakon Laurent Dhaussy

 

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